Stiftung kauft Forsthaus in der Kernerstraße zurück
Das Forsthaus in der Kernerstraße
Die Graf von Pückler und Limpurg'sche Wohltätigkeitsstiftung hat das Forsthaus in der Kernerstraße 4 zurückgekauft. Das Gebäude wurde im Jahr 1911 als Oberförsterhaus für die Pückler-Limpurgsche Standesherrschaft errichtet. Es handelt sich um ein für den Beginn des 20. Jahrhunderts typisches Bauwerk im Jugendstil, bei dessen Ausführung auf die mittelalterliche Fachwerkbauweise zurück gegriffen wurde. In der Liste der Kulturdenkmäler ist das Gebäude als "Gräflich Pückler-Limpurg'sches Forstamt mit Remise, Fachwerkbau mit Doppelzwerchhaus und Erker" eingetragen. Der Entwurf für den Bau stammt von den Architekten Klatte und Weigle, Stuttgart. Nach der Zerstörung des Gaildorfer Pücklerschen Schlosses am 20. April 1945 diente das Gebäude dem Grafen Gottfried von Pückler-Limpurg und seiner Ehefrau Gräfin Adele als letzter Wohnsitz. Außerdem war bis zum Jahre 1986 die gräfliche Forstverwaltung dort untergebracht. Danach wurde das Gebäude zunächst an die Betreiber einer Massagepraxis vermietet. 1996 wurde es dann an die Mieter verkauft. Im Jahre 2002 erwarb die Firma Dietrich und Reinwald das Anwesen und nutzte es nach einer aufwändigen Sanierung als Firmen- und Bürogebäude. Jetzt kommt es wieder in den Besitz der gräflichen Stiftung, worüber sich besonders diejenigen freuen, die in dem Gebäude früher ein- und ausgegangen sind.
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