Geschichte

DATEN AUS DER GESCHICHTE DER GRAFEN VON PÜCKLER-LIMPURG

Die Familienüberlieferung führt das Geschlecht der Pückler auf den im Nibelungenlied genannten Rüdiger von Bechelaren zurück.
Eine belegbare Abstammung gibt es seit dem 13. Jahrhundert.
Die ältesten Vorfahren nannten sich Pokeler, Puykeler oder Pökler und lebten in Schlesien.

 

1306 Nikolaus Pokeler auf Türpitz im Fürstentum Brieg ist der erste urkundlich erwähnte Ahnherr. Er stirbt 1334.
1468 Nikolaus der Erste Pückler kauft das Dorf Groditz (gehört heute zur polnischen Gemeinde Niemodlin).
Er gilt als Stammvater des Hauses Pückler
1533 Nikolaus II. Pückler von Groditz kauft das Nachbar-
dorf Schedlau. Er nimmt die Augsburger Konfession von 1530 an.
1565 Wentzel von Pückler beginnt in Schedlau mit dem Bau des Stammschlosses der schlesischen Pückler.
05.03.1655 Wentzels Urenkel, Georg von Pückler wird durch Kaiser Ferdinand III. in den böhmischen Freiherrenstand erhoben.
02.10.1676 Georgs Sohn, Karl Franz heiratet die Erbin von Burgfarrnbach (bei Fürth) und begründet die fränkische Linie der Pückler.
10.05.1690 Erhebung in den erblichen Stand eines Reichsgrafen durch Kaiser Leopold I. in Laxenburg.
10.06.1737 Christian Wilhelm Karl, der einzige Sohn von Karl Franz, heiratet Caroline Christiane von Löwenstein-Wertheim, eine Enkelin des letzten Schenkenpaares Vollrath und Eleonore von Limpurg.
20.08.1778 Richtfest für das neu errichtete Pückler'sche Schloss in Gaildorf, welches Friedrich Philipp Karl von Pückler und Limpurg, der älteste Sohn Christian Wilhelm Karls, für seine Tochter Caroline erbauen ließ. Er selbst lebte in Stuttgart.
06.08.1787 Caroline stirbt und hinterlässt ihrem Vater das Limpurger Erbe Sontheim-Gaildorf.
19.05.1830 Beginn mit dem Neubau eines Schlosses in Burgfarrnbach anstelle des alten Wasserschlosses.
22.07.1835 Ludwig Friedrich von Pückler-Limpurg, der Großvater des Grafen Gottfried, erhält das Prädikat "Erlaucht" und wird erbliches Mitglied der Kammer der Standesherren im Königreich Württemberg.
20.01.1868 Nach einem Stadtbrand in Gaildorf ist auch das Pückler'sche Schloss nahezu vollständig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte bis 1874.
20.04.1871 In Burgfarrnbach wird Graf Gottfried als sechstes Kind von Ludwig August von Pückler-Limpurg und Auguste geb. Freiin von Wöllwarth-Lauterburg geboren.
19.04.1898 Hochzeit von Graf Gottfried von Pückler-Limpurg und Gräfin Adele, geb. Prinzessin zu Hohenlohe-Ingelfingen.
26.07.1902 Graf Ludwig verzichtet zu Gunsten seines 31-jährigen Sohnes Gottfried auf seine Stellung als Chef des Hauses und gibt die Verwaltung der württem-
bergischen Besitztümer in Gaildorf ab.
01.10.1941 Graf Gottfried stellt mit Ludwig Fritz einen von der NSDAP verfolgten Verwaltungsbeamten ein. In den Jahren zuvor gab es immer wieder Vorkommnisse, die seine innere Ablehnung des Nazi-Regimes auch gegenüber der Öffentlichkeit deutlich werden ließen.
16.01.1945 Die Nazis verbieten nach einer Durchsuchung Gräfin Adele das Ausleihen von christlichen Büchern aus ihrer Bibliothek und drohen Konsequenzen an.
20.04.1945 Die Stadtkirche und das Pückler’sche Schloss in Gaildorf werden durch deutsche Brandgranaten, die von der linken Kocherseite in die bereits von Amerikanern besetzte Stadt abgefeuert wurden, total zerstört.
24.12.1950 Graf Gottfried und Gräfin Adele unterzeichnen die Gründungsurkunde der Graf von Pückler und Limpurg’schen Wohltätigkeitsstiftung.
26.11.1957 Graf Gottfried stirbt im Alter von 86 Jahren. Die Stiftung wird Alleinerbin des Vermögens des kinderlos gebliebenen Grafenpaares.
09.11.1961 Mit dem Tod von Gräfin Adele erlischt das Gaildorfer Grafenhaus der Pückler-Limpurg.